Neue Feuerwache für den Flughafen Düsseldorf: Lehren aus der Katastrophe von 1996

Veröffentlicht am 20. März 2026 um 10:52

30 Jahre nach der verheerenden Brandkatastrophe im Terminal eröffnet der Flughafen Düsseldorf eine neue Hauptfeuerwache. Damit will er höchste Sicherheitsstandards setzen.

 

 

Am 11. April 1996 kam es am Flughafen Düsseldorf zu einer Brandkatastrophe. Ein durch Schweißarbeiten ausgelöster Schwelbrand in einer Zwischendecke des Terminals verwandelte sich schlagartig in einen Vollbrand auf Hunderten Metern Länge. 17 Menschen starben, davon alleine acht in einer Lounge von Air France, 88 weitere wurden verletzt.

 

 

«Der Flughafen Düsseldorf hat sich in den letzten 30 Jahren dem Thema Sicherheit noch einmal mehr verschrieben, hat Standards gesetzt, was den Brandschutz an Flughäfen, an Gebäuden betrifft», sagte der heutige Chef des Flughafens, Lars Redeligx, am Donnerstag (19. März) in der neuen Hauptfeuerwache. Diese neue Wache sei ein weiteres Bekenntnis zu höchsten Sicherheitsstandards. Am Wochenende soll sie in Dienst gehen.

 

Das Ziel: In 120 Sekunden am Einsatzort sein

 

 

Baubeginn des 65 Millionen Euro teuren Projektes war im Juni 2024. Das Ergebnis ist heute eine neue Wache mit einer Fläche von 14.000 Quadratmetern. Abmessungen und Aufbau des Gebäudes sind ausgerichtet an den Stellplätzen für 27 Fahrzeuge im Erdgeschoss. Mit ihnen müssen sie Feuerwehrmänner und -frauen in 180 Sekunden nach Alarmierung löschbereit am Einsatzort sein. Der Flughafen hat sich als internes Ziel sogar 120 Sekunden gesetzt.

 

 

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, Solarthermie für die Warmwasseraufbereitung, Wärmepumpen zur Unterstützung des Heiznetzes sowie einem Gründach soll das Gebäude zudem zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks des Flughafens beitragen.